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Allgemeines

Geographie

Unsere Gemeinde umfasst ein Gebiet von ca. 1830ha. Von dieser Fläche sind ungefähr 13% bebaut, womit diese Fläche für unser Wild nicht mehr zugänglich ist, 27% Wald und 60% Agrarflächen (Wiesen- u.Ackerland). Die Gemeinde St. Pantaleon liegt im Schnitt auf 436m Seehöhe, wodurch sich unser Klima perfekt für Laubmischwälder aus Buchen- und Eichenbeständen eignet. An der Grenze zu Bayern entlang der Salzach ersteckt sich das Augebiet.

Heimisches Wild

Das wohl bekannteste heimische Wild ist das Reh. Mit einer Höhe von bis zu 100cm und einem durchschnittlichen Gewicht von 15kg ist es das größte Wild in unserer Gemeinde. Im Gegensatz zu den Rehgeißen trägt der Rehbock ein Geweih, welches jedes Jahr im Spätherbst abgeworfen und im Laufe des Winters und Frühling neu aufgebaut wird. Das Geweih dient in erster Linie als Statussymbol des Bockes und zur Revierverteidigung gegenüber Rivalen während der Brunftzeit (Ende Juli – Anfang August). Als Lebensraum bevorzugt das Reh eine gut strukturierte und abwechslungsreiche Waldrandzonen, sprich eine gute Mischung aus Wald, Hecken, Wiesen und Felder. Rehe gehören zu den Widerkäuern, daher besteht der Tagesablauf aus acht bis elf Äsungsperioden. Eine Periode dauert zirka zwei Stunden und besteht aus Nahrungssuche, Nahrungsaufnahme und einer Ruhezeit zum Widerkauen. Ursprünglich ist das Reh eher tagaktiv, aufgrund diverser Einflüsse verschiebt sich der Ablauf eher in die Morgen- bzw. Abendstunden bzw. Nacht. Als einize Schalenwildart unterliegt das Rehwild einem Abschussplan. Der Abschussplan wird von Vertretern der Landwirtschaft, der Gemeinde und der Bezirksverwaltungsbhörde festgelegt und gibt uns Jägern vor, wie viele Rehe wir jedes Jahr zu erlegen haben.

Zum Niederwild zählen Feldhase, Fasan und Stockenten, vereinzelt findet man auch einen Satz Rebhühner. Der Feldhase ist dämmerungs- bzw. nachtaktiv und liegt tagsüber meist auf Wiesen oder Äckern in Mulden, sogenannten Sassen. Die Fortpflanzungszeit erstreckt sich von Jänner bis Oktober, die Häsin setzt drei bis vier mal im Jahr zwischen ein und fünf Junghasen. Aufgrund der unzähligen Fressfeinden, zu denen auch verwilderte Katzen zählen, sowie des Straßenverkehrs beträgt die Überlebensrate der Junghasen weniger als 20%. Den Fasan fühlt sich wohl in halboffenen Landschaften mit lichten Wäldern. Der Unterwuchs in diesen Wäldern bieten dem Fasan Deckung, Nahrung findet er auf den offenen Flächen und Hecken. Im Gegensatz zum farbenprächtigen Federkleid des Hahns mit den typischen langen Stoßfedern ist das Gefieder der Fasanhenne eher in schlichten Brauntönen gehalten. Dies dient der Tarnung der Henne beim Brüten am Rande von Dickichten oder Hecken bzw. nicht selten einfach in streuartigen Grasgewächsen. Das Gelege einer Henne besteht meist aus acht bis zwölf Eiern, wobei eine Nest- und Jungensterblichkeit von bis zu 85% angenommen wird. In der heutigen Zeit herrschen schwierige Bedingungen für das Niederwild. Durch den intensiven Anbau von Mais und der Rückgang von Getreideanbau sowie das oftmalige Mähen der Wiesen wird der Lebensaum des Niederwildes immer weniger. Jedoch auch Unwetter wie der Hagel 2009 und die fast jährlichen Hochwässer in der Au setzen dem Bestand zu, von denen er sich nur sehr schleppend erholt.

Am oberen Ende der Nahrungskette finden wir in St. Pantaleon den Fuchs, den Dachs, den Steinmarder, den Baummarder, den Iltis, das große und das kleine Wiesel. Der Fuchs als größter Vertreter des Raubwildes ist ein anspruchsloser Allesfresser. Er nimmt alles, was sich mit wenig Energie erbeuten lässt. Daher besteht die Nahrung zum großteil aus Mäusen, jedoch auch aus jungen Rehkitzen, Junghasen, Jungfasanen, Gelege verschiedener Bodenbrüter etc. Als Aasfresser ist der Fuchs auch ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. Pro Tag hat ein einziger Fuchs einen Nahrungsbedarf von umgerechtet 20 Mäusen. Die Fortplanzungszeit, beim Fuchs als Ranzzeit genannt findet im Winter zwischen Mitte Dezember und Mitte Jänner statt, in dieser Zeit kann man die Füchse nachts auch „bellen“ hören. Nach einer Tragzeit von ca. 50 Tagen bringt die Fehe zwischen vier bis sechs Jungfüchse zur Welt. Zu den Greifvögeln gehören der Mäusebussard, Turm- und Wanderfalke, der Habicht, der Sperber und die Rabenkrähe.

In den letzten Jahren konnten auch der Biber sowie vereinzelt der Fischotter gesichtet werden, dies spricht für eine äußerst gute Wasserqualität in den Bächen unserer Gemeinde.

  @ 2016 Jägerschaft St. Pantaleon