Startseite | Impressum

Chronik

Geschichte der Jagd in St. Pantaleon

Die Jagd in unserer Gemeinde spannt einen weiten Bogen vom frühgeschichtlichen Fleischjäger zum heutigen Naturerhalter, vom jagenden Bayernherzog auf Schloss Wildshut zum heute jagenden Gemeindebürger. Immer gekonntes Handwerk mit viel Liebe und Verantwortung der Natur gegenüber. Freude an der Wildbeobachtung, Wildbetreuung, Erlegung und Ernte, Lebensmittelbereitung, Fütterung und Erwartung des nächsten Frühlings.
Ein Kreislauf von tausenden von Jahren - für Jäger Faszination und tiefste Verbundenheit mit der Natur bis heute - Verantwortung für morgen.

Die ersten, beinahe hundert Jahre zurückliegenden Aufzeichnungen, gehen bei uns auf Herrn Josef Gann - den Gann Sepp - zurück, der seit 1922 ein Schussbuch führte. Der Rehabschuss, der damals mit Schrot durchgeführt wurde, betrug rund 8o Stück jährlich.
Genau niedergeschrieben sind die Treibjagdergebnisse.
Am 26.11.1927 wurden um St.Pantaleon in der Wengeraujagd 59 Hasen und 12 Fasane erlegt. Bei der zweiten Jagd , die in Loidersdorf immer am Leopoldstag abgehalten wurde, betrug die Strecke 66 Hasen, 29 Fasane und ein Reh.
Die Jäger erschienen in weißem Hemd und Krawatte, der Jagdtag war wie heute ein Festtag - ein Erntetag - danach herrschte das ganze Jahr Ruhe im Revier bis zur nächstjährigen großen Treibjagd.
Ein halbes Jahrhundert später - kurz vor seinem Tod - trug Herr Gann im Jahr 1980 für Loidersdorf 29 Hasen und 26 Fasane in sein Schussbuch ein.

Mit mehr oder weniger großen Schwankungen, aber bei viel mehr Einsatz in der Niederwildhege wie Lebensraumgestaltung mit Hecken, Winterbegrünungen mit den Landwirten, Winterfütterung u.a. liegen die Niederwildstrecken je Hauptjagd rund bei 40 bis 70 Stück in unserer Gemeinde.
Die Abschusspläne für Rehe, die von den Grundbesitzern, der Forstbehörde und den Jagdpächtern gemeinsam ausverhandelt werden, bei über hundert Stück.
Betrachtet man die Eintragungen, erkennt man, dass es der Jägerschaft in Zusammenarbeit mit den Grundbesitzern gelungen ist, trotz vieler negativer Änderungen den Wildstand über ein Jahrhundert in ungefähr gleicher Höhe zu erhalten.
Dies bedeutet, die Jagd hat ihre Berechtigung durch die Erhaltung eines artenreichen Wildstandes, dessen Anblick allen Freude bereitet, durch die jahrhundertelange Pflege eines Naturgutes und Nutzung des Wildbrets. Ebenso durch die Erhaltung und Weitergabe der Tradition unserer Vorbilder und in der Schaffung wertvoller Lebensräume für unser Wild.

  @ 2016 Jägerschaft St. Pantaleon