Jagd ist Verantwortung für Wild und Lebensraum

Unter diesem Motto erfüllen wir den gesetzlichen Auftrag, einen gesunden und artenreichen Wildstand in unserer Gemeinde zu erhalten. Der Lebensraum der Planzen- und Tierwelt - unser Gemeindegebiet - wird durch Einflüsse wie Landwirtschaft, Verbauung, Verkehr und Freizeitaktivitäten beeinflusst bzw. teilweise sogar gestört. Die Jägerschaft hat die Aufgabe, dem Wild durch gezielte Hegemaßnahmen eine artgerechte Lebensgrundlage zu erhalten, somit leisten wir Jäger einen aktiven Beitrag zum Naturschutz. Zu den vielfältigen Tätigkeiten gehören unter Anderem die Verbesserung von Lebensraum durch Schaffung von Deckungen und Einständen, die Fütterung in der winterlichen Notzeit sowie Schutz des Wildes vor vorsätzlicher Beunruhigung. Durch Entnahme von Überschuss aber auch alten und kranken Tieren wird ein ausgewogener Wildstand erhalten. Dadurch wird ein nachhaltiger, gesunder Bestand auch ohne natürliche Fressfeinde wie Luchs oder Wolf hergestellt.

Die Jägerschaft

Die Jägerschaft

Die Jägerschaft St. Pantaleon besteht derzeit aus 18 aktiven Jägerinnen und Jägern. Jagdleiter ist Mag. Franz Höfer, sein Stellvertreter Karl Hofbauer. Behördlich beeidetes Jagdschutzorgan ist Franz Sippl. Das Gemeindegebiet unterteilt sich in verschiedene Jagdreviere, welche jeweils von ein oder mehreren Jägern betreut und bejagt werden.

Zu den Aufgaben und Hegemaßnahmen der Jägerschaft gehören wie bereits oben angeführt folgende Tätigkeiten:

Fütterung während der Notzeit: Unter der Notzeit verstehen wir die Zeit, in der dem Wild aufgrund der Witterung nur wenig natürliches Nahrungsangebot zur Verfügung steht -> Die Winterzeit. Speziell bei einer länger andauernden geschlossenen Schneedecke herrscht Futterknappheit, das Rehwild weicht dann auf die jungen Nadelholzbestände aus und so entsteht der Winterverbiss. Dem wird durch gezielte und in Maßen eingesetzte Fütterung engegengewirkt.

Lebensraumgestaltung: Zur Lebensraumgestaltung gehören das entfernen nicht mehr benötigter Wildschutzzäunen, die Errichtung von Hecken sowie das Bereitstellen von Wildäcker-Saatgut für unsere Landwirte. Speziell bei den Lebensraum schaffenden Tätigkeiten stehen wir in engem Kontakt mit den Grundeigentümern und Landwirten, ohne die solche Tätigkeiten nicht machbar sind.

Verkehrsunfälle: Egal ob Tag oder Nacht, Sonn- oder Feiertag, die Jägerschaft ist bei Verkehrsunfällen mit Wild jederzeit erreichbar. Prinzipiell muss jeder Unfall mit Wild der Jägerschaft gemeldet werden, wird die Polizei verständigt, so informiert diese in der Regel die Jägerschaft. Bei noch nicht verendeten Tieren ist eine rasche Bekanntgabe besonders wichtig, damit das Tier nachgesucht werden kann und bei schwerwiegenden Verletzungen vor unnötig langem Leiden bewahrt werden kann.

Wildrettung: Mit viel Zeitaufwand verbunden ist die Wildrettung vor dem Mähen. Sofern die Mähtermine bekannt sind werden speziell im Mai und Juni Wiesen abgegangen um frisch gesetzte Kitze zu finden und vor dem Mähwerk zu bewahren. Zusätlich stellt die Jägerschaft unseren Landwirten unentgeltlich sogenannte Wildwarner zur Verfügung. Diese Wildwarner senden einen Ultraschall-Ton aus um Niederwild und Kitze beim Mähen aufzuschrecken.

Erfüllung des Abschussplanes: Der Abschussplan ist ein vom örtlichen Jagdausschuss - bestehend aus Mitgliedern des Orstbauernausschusses sowie des Jagdausschusses des Gemeinderates - festgelegter Jahresplan für den zu tätigenden Mindestabschusses für unser Rehwild. Dieser wird von der Bezirksverwaltungsbehörde geprüft bzw. genehmigt. Die Jägerschaft hat diesen Abschussplan unter Einhaltung der Ruhe- und Schonzeiten sowie der Einhaltung der Weidgerechtigkeit zu erfüllen. Über den Abschuss ist Buch zu führen und der Bezirksverwaltungsbehörde zu melden.